Woche 4: Enttäuschende Leistung zu Hause gegen Baltimore

Pittsburgh Steelers 14 – Baltimore Ravens 26

Es sieht irgendwie nach einem Muster aus. Im ersten Quarter den Start verschlafen und in Rückstand geraten. Vor allem durch scheinbar fehlende Konzentration, Kommunikation oder gar Herz ?
Dann im zweiten Quarter, meist das beste im ganzen Spiel, wird der Rückstand aufgeholt.

Aus der Halbzeit kommt man dann wieder ohne Momentum, der ganze Elan ist verloren und am Ende reicht es eben nicht.

Es kann viele Gründe für all das geben. Durch den Rückstand ist natürlich gleich der eigentliche Gameplan über den Haufen geworfen. Das Playcalling in der Offense ist zu oft zu durchschaubar, vor allem für Gegner die einen in und auswendig kennen. In der Defense fehlt irgendwie die Finesse, das Überraschende.
All das sind Dinge, die wir schon kennen und seit Jahren hoffen, dass dies endlich geändert wird. Gegen Ravens WR John Brown fehlte einfach der Speed. Die Ravens haben das zum Beispiel gegen uns ganz anders verteidigt, meist mit 2 tiefen Safety um das Big Play zu verhindern und viel Druck vorne. Wir spielen so oft unsere Zone, oder eben ein 2 Safety Cover 2, aber die Safety werden zu oft überlaufen.
So war es leider Sonntagnacht auch wieder. Ein schneller 0-14 Rückstand. Ein schönes Comeback bis zu Hälfte zum 14-14. Wobei es auch hier nur 1 TD war und 2 FG. Ben hatte die meiste Zeit keinen guten Tag. Er hatte oft viel Zeit, cudos an die O-Line. Doch positive Ergebnisse gab es leider selten. Das Laufspiel war durch die Defense der Ravens leider nicht wirklich vorhanden. Und so kam man in der zweiten Hälfte zu gerade mal knapp 50 Yards total Offense. Das kann man sich gegen keinen Gegner erlauben.
Die Defense war nicht in der Lage die Ravens vom Feld zu bringen. Die Time of Possesion war sehr eindeutig zu Gunsten der Ravens. Und wenn die eigene Offense nicht auf dem Feld ist, kann sie auch nicht punkten. Das ist die einfachste Defense sie es gibt.
Ich persönlich würde gerne mal ein Spiel sehen, wo sich die Steelers in Offense und Defense einfachmal auf die Basics konzentrieren und diese auch gut ausführen. Wir haben in der Offense zu viele gute Waffen um so schlecht zu sein. In der Defense sollte man sich nicht mit Gewalt auf Turnover konzentrieren. Anstatt des Balls rausschlagen, den Runningback einfach Tackeln, das er anstatt 11 und 3 Yards macht. Das würde schon helfen. Die Turnovers kommen von ganz alleine wenn man durch gute Defense Druck auf den Gegner ausübt, denn dann macht er Fehler.
Klar ist das alles nur Theorie und ich bin kein NFL Coach. Aber es tut als Fan einfach weh, zu sehen dass es stellenweise immer wieder gute Szenen gibt. Sei es Joe Haden mit einer Top Verteidigung, oder T.J. Watt, der sich auch ohne Sack die Seele aus dem Leib spielt, doch wenn man nur 3-4 Spieler schickt, ist die O-Line immer im Vorteil. Doch es gibt keine Konstanz bei diesen guten Szenen. Und eines ist auch klar. Je mehr man solche Spiele verliert, desto mehr schwindet das eh schon kleine Selbstvertrauen, und dies zu haben, ist im Football essentiell.

Nächsten Sonntag kommen die Falcons ins Heinz Field. Ein Team das an einem guten Tag auch 50 Punkte produzieren kann, aber auch das krasse Gegenteil. Ich hoffe die Coaches und Spieler finden einen Weg mal wieder ein bisschen Swag aufs Feld zu bringen und mal über 4 Quarter eine ordentliche Leistung aufs Spielfeld zu zaubern. Sollte man bei einem tollen Fight dennoch das Spiel nicht für sich entscheiden können, wäre das dennoch besser wie so einen seelenlose Niederlage gegen die Ravens.

Noch ist viel Football in dieser Saison zu spielen, aber so langsam sollten bessere Ergebnisse geliefert werden, damit die Luft in der Division nicht all zu dünn wird.

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