Steelers beenden die Preseason mit 3-0
Nach dem Spiel gegen Buffalo lag eine kurze Woche vor den Steelers, denn bereits am Freitagmorgen sollte man bei den Atlanta Falcons zum Abschluss der Preseason spielen. Dieses Spiel sollte man mit 24:0 gewinnen.
Das klingt vom Ergebnis her wunderbar und wir haben auch tolle Plays bei den Steelers auf beiden Seiten des Balles gesehen, aber die Falcons haben schon vor dem Spiel klar gemacht, dass man einen GroĂźteil der Starter gar nicht erst einsetzen wird.
Trotzdem muss man seine Aufgaben erfĂĽllen und die Aufgabe ernst nehmen, oder wie unser Headcoach so gerne sagt: “Routine things routinely”.
In der Offensive waren die Starter für zwei Drives auf dem Platz und sorgten für Preseason-Touchdowns vier und fünf unter Kenny Pickett. Auf der anderen Seite blieben die Starter der Defense phasenweise etwas länger auf dem Feld.
Besonderer Fokus lag auf den Positionen, wo es enge Battles – wie zum Beispiel Nickel oder Defensive Tackle – geben wĂĽrde und auf den Spielern, die ĂĽber das Special Team den Sprung in den Roster schaffen wollten.
Rookie Watch
Keeanu Benton: Hatte genau wie seine Konkurrenten Fehoko und Adams während des Spiels ein Tackle und fiel ansonsten nicht weiter positiv oder negativ auf.
Broderick Jones: Nachdem die Starter vom Platz waren, spielte Jones das ganze restliche Spiel durch. Nach ein paar wacklern in den bisherigen Spielen sollte er gegen die Falcons ein fehlerfreies Spiel machen. Mit guten Blocks ebnete er den Weg für einen 33 Yards Run und später mit einem schönen Pick Block den Weg zu einem Touchdown.
Darnell Washington: Stand auch wie in der Vorwoche mit der 1st Team Offense als 6th Lineman auf dem Platz. Im Vergleich zum Buffalo Spiel war er diesmal keine Option im Passing Game. Ăśber die Dauer des Spieles war er immer wieder als 6th Lineman zu sehen und arbeitet dort wie bereits im College sehr gut mit Jones zusammen.
Nick Herbig: Wisconsin, BrĂĽder und Steelers passen zusammen. Nick Herbig zeigte auch gegen die Falcons wieder, dass man alles richtig gemacht hat, als man ihn gedraftet hat. Er fĂĽgte einen weiteren Sack und Tackle for Loss zu seinem beachtlichen Preseason Resume hinzu. Die Steelers haben auf EDGE eine sehr gute Tiefe.
Joey Porter: Sah wenig Snaps und hatte wie die meisten anderen Cornerbacks weniger zu tun, denn Atlanta lief meist oder attackierte bevorzugt die Mitte. War in einer Situation zu grabby und zog deswegen eine Flagge. AuĂźerdem war er am forcieren Fumble, der Mark Robinson zugeschrieben wird, beteiligt.
Spencer Anderson: Spielte ab dem zweiten Viertel auf verschiedenen Positionen in der Line und machte wie bereits in den Spielen zuvor eine solide Figur.
Positional Battles
Offensive Tackle: Die “Broderick Jones ist ein Week 1 Starter”-Fraktion muss langsam bangen, denn Dan Moore Jr. hat auch gegen die Falcons ein gutes Spiel gemacht. Unterstrich im Laufe des Spiel seine Flexibilität und nahm Snaps auf RT als Jones den LT bekleidete.
Inside Linebacker: Elandon Roberts had a Day! Er startete wieder gemeinsam mit Holcomb, war aber lange Zeit der tonangebende Faktor in der Linebacker-Riege. So gelangen ihm zwei Tackles for Loss und ein Sack, weil er die LĂĽcke in der Offensive Line las und so Splash Plays machte. Aber auf Inside Linebacker fiel niemand wirklich ab, auch die später rein rotierten Robinson – steuerte ein Fumble bei – und Muse zeigten sich.
Slot-Cornerback: Im Westen nichts neues – Sullivan wie auch Riley konnten sich nicht wirklich beweisen, fielen auf der anderen Seite aber auch nicht negativ auf. Sullivan hatte aber zumindest erneut einen geblockten Pass bei einem Blitz aus dem Slot.
Center: Auch gegen die Falcons sah Kendrick Green Snaps als Center, auch wenn er überraschenderweise als Right Guard starten sollte. Im Vergleich zu den Spielen davor war allerdings diesmal kein verhunzter Snap als Center dabei. Aber egal wo er spielte, souverän wirkte er beim Blocken selten.
Special Teams: Wer schafft den Sprung ĂĽbers Special Team ins Roster? Das ist eine Frage, die weiterhin ein groĂźes Fragezeichen aufweist. Es wird fĂĽr die Coaches schwer sein, eine Entscheidung zu treffen, da man auch gegen die Falcons wieder viel Gutes gesehen hat.
Ladies and Gentlemen – we have a Returner! Calvin Austin hat gestern seinen Wert als Returner unter Beweis gestellt und es wäre eine extrem groĂźe Ăśberraschung, wenn er diese Rolle in der Saison nicht ĂĽbernehmen sollte.
Gegen die Falcons waren beide Punter auf dem Feld und beide legten ihre Punts Inside 20, wenn nicht sogar Inside 5, den Falcons ins Nest. Hier bleibt es abzuwarten ob Mann den Steelers genug gezeigt hat, um Harvin den Job streitig zu machen.
Fazit
Yes, it’s the preseason.
Yes, it’s the preseason.
Yes, it’s the preseason.
But dang, looking good.
Dieses Mantra mĂĽssen wir uns alle gerade immer wieder vorhalten. Die Preseason verleitet gerne zu voreiligen SchlĂĽssen.
Denn wenn man wie gestern mit der ersten Garde gegen die zweite und dritte Garde des Gegners spielt, klappt halt vieles auch mal eher.
Aber wir wollen nicht zu pessimistisch sein, denn wir haben gegen die Falcons das gesehen, was wir schon die ganze Preseason gesehen haben. Die Abläufe in der Offensive klappen wesentlich besser als 2022 und Kenny Pickett ist der unumstrittene Leader der Offensive. Darauf kann man mit einem positiven Gefühl aufbauen.
In der Defensive klappt auch vieles bereits sehr gut, auch wenn nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber genau wie in der Offensive stimmt das, was man in der Preseason gesehen hat, optimistisch.
Bevor es am 10. September endlich in die Vollen geht, steht noch am 29. August das Reduzieren des Kaders auf 53 Mann fĂĽr die Steelers an. Man kann sich aber sicher sein, der Fokus liegt jetzt voll und ganz auf San Francisco.
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